Zentralpräsident Peter Gilliéron (li.) und Hagen Leopold
Am 06.07. begab sich eine kleine Delegation rund um Vorstandsmitglied Hagen Leopold auf einen Kurzbesuch nach Bern, um sich auf die "Suche" nach interessanten Exponaten rund um die WM 54 zu machen.
Abfahrt war um 3.00 Uhr morgens, da bereits um 9.00 Uhr der erste Termin beim Schweizer Fußballverband anstand. Dort wurden wir freundlich begrüßt und konnten sämtliche noch vorhandenen Archivunterlagen der WM 54 sichten und fotographieren. Der neue Zentralpräsident Peter Gilliéron begrüße uns und bot weitere Unterstützung an.
Danach besuchten wir mitten im historischen Zentrum von Bern gegen 13.00 Uhr den Sohn des Architekten des Wankdorfstadions von 1954, Walter Haemmig. Dort durften wir mehrere Kisten mit Material rund um den WM-Ausbau des Wankdorfstadions als Schenkung entgegennehmen. Welche "Architekturschätze" sich in diesen Kisten befinden, werden wir an anderer Stelle berichten.
Vorstand Hagen Leopold und Charlotte Steinhübl
Nach einem kurzen Foto-Stop an den Touristenmotiven der wunderbaren Altstadt ging es direkt hinaus zum Stade des Suisse in Wankdorf. Dort erwarteten uns der Medienverantwortliche der YBB Charles Beuret und der Vorsitzende des Stadionvereins Wankdorf Herr Orlando Mordasini. Einem kurzen Gespräch folgte eine eindrucksvolle Stadionführung durch VIP-Logen, den Stadionumlauf, "die Fressgasse" sowie eine Platzbegehung über den Rasen (Kunstrasen) bis hinter das "Tor von Rahn". Dieses steht heute übrigens ca 1,50 m versetzt. Schließlich begrüßte uns in die Katakomben der Cheftrainer der YBB Vladimir Petkovic.
Dann nährten wir uns dem für uns Höhepunkt der Führung, dem kleinen aber feinen Museum des Stadionvereins Wankdorf. Mit größer Hingabe und Stolz zeigten uns die beiden Herren ihre Sammlung. Dort finden sich historisch wertvollste Exponate, wie ein Nationaltrikot der Schweiz von 1908, ein Trikot des YBB von 1910 samt Foto des damaligen Spielers, der das Trikot getragen hat. Der erste Pokal der Schweiz, der in den Besitz der YBB überging, sowie viel Dokumentationsmaterial bis in die Neuzeit.
Nach der Eintragung in das "Gästebuch" wurden wir schließlich beschenkt:
Neben einem Buch über die Geschichte des Wankdorfstadions überreichte man uns eine Original-Radierung vom Stadion, die nur in 13 Exemplaren angefertigt wurde.
Originalbank Wankdorfstadion im YBB-Museum
Der Höhepunkt für uns war die Übernahme eines Stücks Beton der Hauptribüne mit Armierung mit einem vorbereiteten Echtheits-Zertifikat, sowie die Übergabe von insgesamt 9 original durchnummerierten Sitzbrettern der Ehrentribüne des alten Wankdorfstadions. Damit verfügen wir jetzt über insgesamt 36 Plätze der Hauptribüne als Original-Kulisse fürs Museum!
Nach einem kurzen Besuch der modernen Gastronomie und kurzem Einkauf im Shop der YBB machte wir uns geschafft aber überglücklich auf die Rückfahrt.
Durch " Fritz Walter Wetter hoch3" , eine Unwetterfront zwischen Offenburg und Karlsruhe, kehrten wir gegen 21.30 Uhr glücklich über unsere neuen "Schätze" und mit vielen positiven Eindrücken
zurück in die Pfalz.
Merci Swiss.